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eltis

(Newbie)

Hallo,

ich habe auch Interesse an einem Kachelofen mit Wassereinsatz, um die Gasheizung zu unterstützen, da ich jetzt das Dach ausgebaut habe und die Gasheizung (laut Aussage des Heizungsbauers)von der Größe her nicht mehr ausreicht.
Ich habe auch schon mit einem Kachelofenbauer darüber gesprochen. Er meint, dass meine Vorstellung grundsätzlich realistisch sei, allerdings durch den Wassereinsatz die Wärme verloren geht, die ich brauchen könnte, um den Ofen als Kombinationsofen zu betreiben. Stimmt das, oder ist es doch möglich einen Kachelofen mit Wassereinsatz zu betreiben und ihn trotzdem nicht nur als Warmluftofen sondern wenigstens als Kombinationsofen, d.h. mit Zügen und
o r d e n t l i c h e r Kachelwärmespeicherung zu nutzen.
Oder
- muß ich möglicherweise den Ofeneinsatz größer
wählen (z.B. 15 KW anstatt 11 KW) bzw. das
Nachheizregister weglassen um die Wärme dann
den keramischen Zügen zufließen zu lassen.
- Ist es überhaupt zweckmäßig ein Nachheiz-
register (aus Metall) einzusetzen, wenn doch
die Wärme besser über die keramischen Züge
verteilt wird.

Ich möchte jedenfalls grundsätzlich mit Wasserunterstützung wärmen, wenngleich ich mir nicht schlüssig bin, ob mit Zusatz-Wassertasche oder mit Wasserführung im Heizkessel integriert.
Wer hat Erfahrungen und kann eine Antwort geben.

Eltis
24.02.05, 08:24:38

Theo Kern

(Administrator)

geändert von: Theo Kern - 03.03.05, 18:13:02

Guten Morgen Eltis Interessante Frage die Sie da stellen. Erstens, Ihr Ofenbauer hat erst einmal recht. Sie können erzeugte Wärme nur einmal nutzen. Wenn Sie damit Ihren Zug heizen ist die Wärme weg. Wenn Sie damit Wasser heizen ist die Wärme ebenfalls weg. Warum aber wollen Sie in einem Kachelofen Wasser heizen? Sie brauchen zusätzliche Energie für Ihr ausgebautes Dachgeschoß. Es doch aber den Heizkörpern im Dachgeschoß völlig gleichgültig wo Sie das Heizwasser warmmachen. Sie könnten doch also auch Ihr Wohnzimmer zukünftig mit einem richtigen Kachelofen heizen und, mit der dort eingesparten Gasheizungswärme, das Dachgeschoß heizen. Das würde Ihnen eine Menge Kosten und Ärger erparen. Denn ein Kachelofen der Heizungswasser produziert (wo ist da eigentlich der Unterschied zum Holzheizkessel im Keller?) ist wesentlich teurer als ein richtiger Kachelofen und (jetzt fällt mir der Unterschied ein, der Holzheizkessel im Keller kostet weniger und dafür sieht der Kachelofen (Pseudokachelofen) besser aus) macht Ihnen garantiert eine Menge Ärger. Aber was das schlimmste ist, Ihr Kachelofen sieht bloß noch aus wie ein solcher. Das was Sie vom Kachelofen erwarten, zu Recht erwarten, nämlich Strahlungswärme und eine komfortable Bedienung mit langen Heizintervallen und gleichmäßiger Wärmeabgabe, ja das gibt es dann nicht mehr. Der Kachelofen gibt die Energie, welche er nicht im Warmwasser speichert, als Warmluft ab. Natürlich gibt es das bei einem Kachelofen mit Heizeinsatz und Nachheizregister, einem Warmluftkachelofen also, ebenfalls nicht. Das ist zwar die billigste Methode, von den Großen der Branche als Bausatzofen vertrieben, etwas zu bauen das einem Kachelofen ähnlich sieht, aber auch die schlechteste. Die Funktion und die Wärmeabgabe ist praktisch die gleiche wie bei einem Baumarkt Kaminofen für 500,00Euro. Dann kommt der sogenannte Kombiofen, der Warmluftofen mit gemauertem Zug. Klar besser als der Warmluftofen oben, aber bei weitem nicht so gut wie der richtige Kachelofen. Der richtige Kachelofen ist der Grundofen. Nur der Grundofen erfüllt die Ansprüche an Strahlungswärme und komfortable Bedienung. Keinen anderen Ofen heizen Sie ein-zweimal pro Tag und er macht Ihnen rund um die Uhr warm. Jetzt wird der Leser vieleicht fragen warum dann überall, in allen Zeitungen und Magazinen, in sämtlichen Hochglanzanzeigen, Prospekten und Broschüren kaum einmal vom Grundofen, sondern immer nur von Heizkamin, Warmluftofen, Kombiofen, Warmwasseraufsatz oder einsatz, Heizungsunterstützung usw. zu lesen ist?. Gute Frage, einfache Antwort. Alle diese Hochglanzanzeigen, Broschüren, Prospekte usw. werden von der Industrie aufgelegt. Aber der Grundofen entzieht sich weitgehend der Industrie. Hier passiert die Wertschöpfung im Handwerk und das druckt nunmal keine teuren Prospekte oder schaltet großartige Anzeigen. Natürlich wird auch die Schamotte im Grundofen von der Industrie gemacht. Aber haben Sie schon mal Werbung eines Schamotteherstellers gesehen?. Die Heizeinsatzindustrie produziert natürlich auch Grundofentüren. Aber sie verkauft logischerweise lieber einen Heizeinsatz als eine einfache Grundofentür. Völlig normal und richtig aus deren Sicht. Um jetzt wieder auf Ihren Fall zurückzukommen. Bauen Sie in Ihrem Wohnzimmer einen richtigen Grundofen, regeln Sie die Heizungskonvektoren ab und heizen Sie mit der, dadurch eingesparten, Wärme Ihr Dachgeschoß. Damit tun Sie sich und Ihrer Familie was Gutes und sparen obendrein noch Geld ein. Um gleich noch mit einem weiteren Märchen diverser Anbieter aufzuräumen. Ein, in der Größe vergleichbarer, Grundofen ist nicht teurer als ein Kombiofen. Warum sollte er das auch sein? Das für den Heizeinsatz eingesparte Geld reicht locker für den erhöhten Arbeitsaufwand und den Mehrbedarf an Schamotte aus. Diese Argument gegen den Grundofen hören Sie von denen die keine Grundöfen bauen wollen oder können. Denn richtig ist sicher. Bei weitem nicht jeder der Kachelöfen/Kamine baut kann auch Grundöfen bauen. Die Industrie hat kaum Interesse am Grundofen, deshalb wird auf Heizungsunterstützung und Kombiöfen geschult und fortgebildet. Zum Schluß noch, hat nichts direkt mit diesem Fall zu tun, muss aber raus, eine Frage. Was ist der Unterschied zwischen Kachelofen/Kamin und Mensch im luftdichten Niedrigenergiehaus? Sie wissen es nicht? verwirt Der Kachelofen/Kamin atmet Frischluft. lachen Weitere Fragen beantworte ich gerne.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
24.02.05, 09:47:22
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