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udo 240

(Senior Member)

Der Strahlungsanteil beträgt, wenn ich die obigen Produktinfos richtig lese und deute, pro Scheibe 25% bei Einfachverglasung, d.h. bei dieser Variante in Tunneform 50% Strahlungsanteil!
23.02.14, 10:32:39

Robert

(Senior Member)

geändert von: Robert - 23.02.14, 11:59:01

Hallo Udo
Zitat von udo 240:
Der Strahlungsanteil beträgt, wenn ich die obigen Produktinfos richtig lese und deute, pro Scheibe 25% bei Einfachverglasung, d.h. bei dieser Variante in Tunneform 50% Strahlungsanteil!

Da haben Sie doch den Daumen drauf! Konkret gehen dann nur 30% der Holzenergie in das Gemäuer. Ich würde eine / beide Türe mit Schamottesteinen (ohne Mörtel!) ganz / teilweise zumachen um die Wirkung zu testen. Natürlich ist das keine definitive Lösung aber vielleicht die Basis, um eine solche auszuarbeiten. Denn wenn Strahlung dahingeht, wo man sie nicht brauchen kann, ist das im Volksmund auch ein Verlust (auch wenn Energie nicht verloren gehen kann).
Gruss Robert
23.02.14, 11:48:14

pyromanenoli

(Senior Member)

Hallo,

Zitat:
Tunnelöfen produzieren logischerweise einen hohen Strahlungsanteil über die Scheiben!


Klar tun sie das, aber dieser Einsatz gibt denoch LAUT DATENBLATT MEHR Energie als konvektive Leistung ab als über die beiden Scheiben zusammen.
Und das ist aus o.g. Gründen UNMÖGLICH! Da gibt mir auch Brunner keine Antwort darauf - wahrscheinlich weil sie keine haben.

Und genau da liegt der Haken an der Geschichte!

Gruß
Oli
23.02.14, 12:03:22

Robert

(Senior Member)

Hallo oli
Zitat von pyromanenoli:

Und genau da liegt der Haken an der Geschichte!
Oli

Da Energie nicht verloren gehen kann (nur ungenutzt entweichen kann), wurde hier erwähnt. Bewiesen haben dies bereits andere. Ungenutzt kann die Energie nur entweichen durch den Schornstein oder durch Strahlung durchs Fenster.
Also hat die Geschichte -wie Sie schreiben- einen Haken. Könnte der (der Haken) bei Ihnen liegen? Was nicht sein darf, kann nicht sein?
Eliminieren Sie mal so weit möglich die "Verluste". Dokumentieren Sie das Verhalten: Aus dem Resultat werden Sie sehen, dass entweder alles in Ordnung ist oder Sie werden Verbesserungsansätze finden. Nur tun müssen Sie das alles selber!
Gruss Robert
23.02.14, 12:18:08

pyromanenoli

(Senior Member)

geändert von: pyromanenoli - 23.02.14, 13:36:10

Hallo udo,

Zitat:
Der Strahlungsanteil beträgt, wenn ich die obigen Produktinfos richtig lese und deute, pro Scheibe 25% bei Einfachverglasung, d.h. bei dieser Variante in Tunneform 50% Strahlungsanteil!


Da liegst Du falsch. Schau Dir die beiden Datenblätter nochmal an.
Beim HKD 2.2 in der normalen Ausführung liegt die Wärmeabgabe über die Scheibe bei Einfachverglasung bei 25%, bei Doppelscheibe (=Doppelverglasung) bei 20%.
Bei der Tunnelversion liegt die Wärmeabgabe über beide Scheiben zusammen bei beidseitiger Einfachverglasung bei 30% und bei beidseitiger Doppelverglasung bei 25%.

Hallo Robert,

Zitat:
Also hat die Geschichte -wie Sie schreiben- einen Haken. Könnte der (der Haken) bei Ihnen liegen? Was nicht sein darf, kann nicht sein?


Also ganz ehrlich, ich weiß nicht was ich von Ihnen halten soll. Immer dieser latente provokative Hang zur Unverschämtheit mit haltlosen Unterstellungen. Was soll das? Haben Sie meine posts nicht aufmersam gelesen?

Also noch einmal extra für Sie:

Der Einsatz muss laut Datenblatt bei Nennleistung 3,6 kW (40% von 9 kW) Warmluft produzieren. Das er das nicht tun kann habe ich einige posts weiter oben erörtert. Dies deckt sich ja auch mit meinen Temperaturmessungen.
Die Überlegung eine Scheibe gegen eine doppelverglaste auszutauschen stand schon vor längerer Zeit im Raum. Dies würde aber lediglich eine Verschiebung der Energie von den Scheiben in die Heizgase bewirken, also letztendlich nur die Strahlung der Scheiben verringer und die Strahlung der keramischen Züge erhöhen. Ich hätte dadurch kein bisschen mehr Konvektionsluft.

Gruß
Oli
23.02.14, 13:35:14

Robert

(Senior Member)

Hallo oli
Zitat von pyromanenoli:

Also noch einmal extra für Sie:
Dies würde aber lediglich eine Verschiebung der Energie von den Scheiben in die Heizgase bewirken, also letztendlich nur die Strahlung der Scheiben verringer und die Strahlung der keramischen Züge erhöhen. Ich hätte dadurch kein bisschen mehr Konvektionsluft.

Sind Sie da so sicher? Wieso?
Ich habe in meinem Leben viele Brainstorming abgehalten und unzählige Versuche gefahren. Meine Erkenntnis: Wenn ich ein Problem habe, das ich nicht selber lösen kann, so muss ich auf die Umgebung hören und deren Vorschläge nicht mit meinem begrenzten Verständnis -weil sie mit meiner Begrenztheit nicht erklärbar sind- (ab)zu qualifizieren und zu beerdigen suchen. Beachten Sie, dass ich von mir und nicht von Ihnen schreibe. Auch eine Projektion ist von mir nicht angestrebt.
Zum Glück lässt sich die Physik nicht manipulieren: Energie geht nicht verloren. Sie geht im schlimmsten Fall (so vorhanden) dahin, wo sie nicht gewünscht wird.
Gruss Robert
23.02.14, 15:15:36

udo 240

(Senior Member)

Hallo, ich muss gestehen, dass ich den gesamten Inhalt dieser Unterhaltung nicht auf dem Schirm habe. Aber um 9kw Nennleistung über 24 Std. aus Ihrem Einsatz zu holen, müsste man 54kg Holz pro Tag verheizen, bei einem Wirkungsgrad von 100%. Bei 85% Wirkungsgrad wären dann 64kg zu verfeuern. In diesem Fall wird die Heizleistung für Ihren Raum sicher ausreichend sein.

Aber jetzt mal im Ernst: Die eierlegende Wollmilchsau kann Ihnen niemand bauen und verkaufen. Ein beidseitig sichtbares Feuer (und beidseitiger Scheibenspülung?), mit einem Klein-Brennraum kann kaum in der Lage sein große Räume zu heizen. Hier müssen Sie oft und beständig nachlegen um einen echten Heizeffekt zu erreichen. Bei 64 kg Holz pro Tag erreichen Sie dann auch die 3,6kw Strahlung über die Scheiben, wenn ansonsten alles optimal funktioniert.

Ich glaube eher, dass im Vorfeld die Funktion und die Einsatzbedingungen Ihres Ofens besser überdacht hätten werden müssen.
23.02.14, 16:47:00

pyromanenoli

(Senior Member)

Hallo Robert,

Zitat:

Sind Sie da so sicher? Wieso?


Ganz einfach: Weil es im Datenblatt des HKD 2.2 und in dem des HKD 2.2 Tunnel so drin steht.


Hallo Udo,

Zitat:
ich muss gestehen, dass ich den gesamten Inhalt dieser Unterhaltung nicht auf dem Schirm habe.


Das ist sehr schade, denn sonst wüssten Sie, dass

Zitat:
Bei 85% Wirkungsgrad wären dann 64kg zu verfeuern. In diesem Fall wird die Heizleistung für Ihren Raum sicher ausreichend sein.


eben das NICHT reicht. Haben Sie meine Messreihen angeschaut?

Zitat:
Bei 64 kg Holz pro Tag erreichen Sie dann auch die 3,6kw Strahlung über die Scheiben,


Mir geht es aber über die 3,6 kW Warmluft, die der Einsatz nicht bringen kann, aber laut Datenblatt bringen muss.

Zitat:
Ein beidseitig sichtbares Feuer (und beidseitiger Scheibenspülung?), mit einem Klein-Brennraum kann kaum in der Lage sein große Räume zu heizen.


Ich halte jetzt meinen Wohnraum für nicht besonders groß, aber das ist Ansichtssache. Haben Sie sich meinen Grundriss mal angesehen?
In meinem post auf der zweiten Seite in der Mitte, in dem ich die Datenblätter etc. gepostet habe, habe ich auch etwas zur Scheibenspülung bzw. der Einstellung der Sekundärluftleitblechen geschrieben, die ja bekanntermaßen die Scheibenspülung darstellt.
Ich schlage vor, Sie lesen wenigsten diesen etwas längeren post und versuchen sich da mal reinzudenken. Habe alle relevanten Dokumente angefügt, damit man nicht im Internet rumklicken muss.

Gruß
Oli
23.02.14, 19:20:34

udo 240

(Senior Member)

mea culpa, aber der Tag hat nicht unendlich viele Stunden.... Halte mich nun raus und drücke Ihnen die Daumen eine gängige Lösung zu finden. Halten Sie uns auf dem Laufenden. Es reicht wenn ein Fehler einmal gemacht wird. Viele Grüße

Udo
23.02.14, 19:34:01

Robert

(Senior Member)

Hallo oli
Zitat von pyromanenoli:

Mir geht es aber über die 3,6 kW Warmluft, die der Einsatz nicht bringen kann, aber laut Datenblatt bringen muss.

Und woher wissen Sie, dass er das nicht bringt? Wenn Sie einen Beweis haben, können Sie bei Brunner eine Mängelrüge anbringen!
Die Strahlung versuchshalber eindämmen, wollen Sie nicht. Das ist Ihr freier Wille.
Wenn es nicht die Strahlung ist, dann geht halt zu viel durch den Schornstein weg. Trotz den von Ihnen gemessenen 180 Grad. Vielleicht haben Sie einen derart hohen Lambdawert (4, 5 oder mehr) dass trotz dem idealen Temperaturwert ein schöner Teil der Wärme zum Loch raus geht. Ich sehe schon: Sie werden mir sagen, dass Sie die Leitbleche nach Weisung von Brunner eingestellt haben.
Damit ist mein Pulver verschossen: ich melde mich nicht mehr.
Gruss Robert
23.02.14, 19:46:56

pyromanenoli

(Senior Member)

Hallo Udo,

Zitat:
drücke Ihnen die Daumen eine gängige Lösung zu finden. Halten Sie uns auf dem Laufenden.


Vielen Dank für die Wünsche, kann ich brauchen.



Hallo Robert,

Zitat:
Und woher wissen Sie, dass er das nicht bringt?


Wegen meiner Beobachtung:

Zitat:
Bei der ganzen Begutachtung ist mir jedoch aufgefallen, dass die Seitenwände des Einsatzes überhaupt nicht heiß werden, d.h. selbst nach 6 Stunden Dauerbetrieb ist es möglich die Seitenwände über 1 Minute lang anzufassen ohne sich dabei die Finger zu verbrennen. Auch die Gusskuppel wird durch die Isobrennkammer außen nur ca. 120°C heiß.


Und weil dann meine Bude mit dem Ofen deutlich wärmer werden müsste als mit meinem 2kW Heizlüfter, was aber nicht der Fall ist.

Zitat:
Die Strahlung versuchshalber eindämmen, wollen Sie nicht. Das ist Ihr freier Wille.


Erstens ist das technisch provisorisch nicht leicht und zweitens sagt ja das Datenblatt, dass das bezüglich Konvektionsleistung nichts nützt.

Zitat:
Ich sehe schon: Sie werden mir sagen, dass Sie die Leitbleche nach Weisung von Brunner eingestellt haben.


Nein das sage ich nicht weil ich schon erwähnt habe:

Zitat:
In der Aufbauanleitung S. 20 meines Einsatzes steht, dass die Luftschlitze der Sekundärluft von 8 mm auf 4 mm reduziert werden müssen. Doch dies ist technisch nicht realisierbar. Der minimale Schlitz liegt bei 6,5mm! Laut Techniker "hätte das schon so seine Richtigkeit, das würde nicht viel ausmachen".


Zitat:
Trotz den von Ihnen gemessenen 180 Grad.


Wissen Sie, ich habe am Ofen nichts gemessen. Es war ein unabhängiger Gutachter vor Ort, der bescheinigt hat, dass der Einsatz fachgerecht eingebaut wurde (Abstände, Luftgitter, Züge, etc.) und es war ein Brunner Servicetechniker vor Ort, der bescheinigt hat, dass der Einsatz seine benötigten Betriebsparameter hat (i. S. der Förderdruck) und dieser hat auch beide Temperaturen gemessen (Stutzen und Verbindungsstück). Aber einig sind sich alle, dass der Ofen nicht heizt - also nicht nur mein subjektives Empfinden!

Aber die entscheidende Frage bzgl. der konvektiven Leistung hat mir bisher keiner der Brunner Leute beantwortet.

Gruß
Oli
23.02.14, 21:10:40

pyromanenoli

(Senior Member)

Hallo,

ich habe nun Brunner mal beim geschriebenen Wort genommen und mal deren Angaben auf deren homepage, in Prospekten und Datenblättern durchgerechnet.
Vorweg sei gesagt, dass es keinen Sinn macht die folgenden Ausführung nur zu überfliegen, sondern wen es interessiert muss sich schon die Mühe machen nachzurechnen.

a)
Auf der Brunner homepage wird die Leistung eines HKD 2.2 über eine Einfachscheibe mit ca. 2200W angegeben. Dies deckt sich auch sehr gut mit dem Diagramm auf Seite 9 der Brunner Planer- und Architekteninformationen.

b)
Im Datenblatt des HKD 2.2 in der normalen Version wird die Wärmeabgabe über dessen einfach verglaste Scheibe mit 25% angegeben. 25% von 9kW sind 2250W, was also voll mit Punkt a) in Einklang zu bringen ist.

c)
Auf der Brunner homepage wird die Leistung eines HKD 2.2 über eine doppeltverglaste Scheibe mit ca. 1300W angegeben.

d)
Im Datenblatt des HKD 2.2 in der normalen Version wird die Wärmeabgabe über dessen doppelt verglaste Scheibe mit 20% angegeben. 20% von 9kW sind 1800W, was also schon deutlich von Punkt c) abweicht. Woran liegt das?

e)
Um sich in die Tunnelversion hineinzudenken muss man sich die Grundkonstruktion des HKD 2.2 verinnerlichen. Wie man auf Seite 16 des HKD-Gruppenprospekts Version 3.2 sehr schön sehen kann, besteht der Korpus des HKD 2.2 aus zwei doppelwandigen Seitenwänden zur Erwärmung der Sekundärluft und einer massiven Rückwand. Nun wird bei der Tunnelversion diese massive Rückwand gegen eine Sichtscheibe getauscht und die beiden doppelwandigen Seitenwände werden belassen.

f)
Im Datenblatt des HKD 2.2 Tunnel wird die Wärmeabgabe über die beiden einfach verglasten Sichtscheiben mit 30% angegeben. Also gerade mal 5% mehr als zuvor über eine einzige Scheibe. 30% von 9kW sind 2700W, also nur noch 1350W pro Scheibe bzw. Seite. Wie geht das mit Punkt a) zusammen?
Anders ausgedrück soll die Tunnelversion trotz Wegfall einer kompletten Seite (die die einzig massive Seite ist) lediglich 5% weniger konvektive Leistung haben? Wie kann das gehen?

g)
Im Datenblatt des HKD 2.2 Tunnel wird die Wärmeabgabe über die beiden doppelt verglasten Sichtscheiben mit 25% angegeben. 25% von 9kW sind 2250W, also 1125W pro Scheibe bzw. Seite. Dies steht nun wiederum gut mit Punkt c) im Einklang.
Sollte aber die Doppelverglasung lediglich 225W pro Seite "einsparen" (1350W einfach vs. 1125W doppelt verglast)? Dann könnte man auch getrost darauf verzichten. Wer würde dafür zusätzliches Geld ausgeben?

h)
Die entscheidende Aussage des Datenblattes ist aber, das bei der Tunnelversion trotz der unter e) genannten Konstruktion der HKD 2.2 Serie immer noch MEHR Leistung über den gusseisernen Teil des Einsatzes (40% von 9kW = 3600 W) abgegeben wird, als über die beiden Scheiben zusammen (30% von 9kW = 2700W).
Die Scheiben werden richtig heiß, strahlen stark und würden zweifelsohne bei Berührung sofortige Verbrennungen verursachen! Dagegen bleiben die Seitenwände des Einsatzes auch nach 6 stündigem Dauerbetrieb noch anfassbar (da doppelwandig) und die Gusskuppel wegen der ISO-Haube nur ca. 120°C heiß. Über welches gusseiserne Bauteil des Heizeinsatzes soll denn nun 900W MEHR Wärme abgegeben werden als über beide Scheiben ZUSAMMEN? Es gibt keines!
Und deshalb können die Angaben des Datenblattes über die Wärmeverteilung des Tunnels bei beidseits einfachverglasten Scheiben unmöglich stimmen.

Gruß
Oli
Dateianhang:

 Planer Architekten S.9.jpg (162.57 KByte | 10166 mal heruntergeladen | 1613.96 MByte Traffic)

Dateianhang:

 Scheiben.jpg (130.07 KByte | 9858 mal heruntergeladen | 1252.22 MByte Traffic)

Dateianhang:

 Gruppenprospekt S.16.jpg (192.67 KByte | 9726 mal heruntergeladen | 1830 MByte Traffic)

23.02.14, 21:23:16

Robert

(Senior Member)

geändert von: Robert - 24.02.14, 01:01:04

Hallo oli
Zitat von pyromanenoli:

In der Aufbauanleitung S. 20 meines Einsatzes steht, dass die Luftschlitze der Sekundärluft von 8 mm auf 4 mm reduziert werden müssen. Doch dies ist technisch nicht realisierbar. Der minimale Schlitz liegt bei 6,5mm! Laut Techniker "hätte das schon so seine Richtigkeit, das würde nicht viel ausmachen".

Wenn Ihr Problem das meine wäre, würde ich dies nicht so unkritisch betrachten: Immerhin beträgt der Spalt damit 160% der Werksangabe. Und vielleicht sind mit Ihrem recht langen Schornstein und dem kurzen Zug auch die 4 mm zu viel. Der Luftstrom ist proportional der Luftgeschwindigkeit. Also ist bei einem konstanten Druckabfall das Luftvolumen 160% bei einem Spalt von 6.5mm gegenüber einem Spalt von 4mm. Wenn dann Brunner annimmt, dass sich bei 4 mm ein Lambda von 2.9 einstellt, haben Sie plötzlich bei 6.5mm ein Lambda von 2.9 x 1.6 = 4.7 Das würde dann die Abgase thermisch "verdünnen" (die Temperatur senken).
Das sei nur so ein Denkansatz .... der vielleicht weiter hilft.
Meine Meinung: Gutachter und Spezialisten sind ganz gefährliche Leute: unkritische Auftraggeber können die locker täuschen und / oder wissen von nichts alles.
Gruss Robert
24.02.14, 00:53:17

pyromanenoli

(Senior Member)

Hallo Robert,

ich betrachte das ganz und gar nicht unkritisch, das Problem ist nur, dass ich dazu von Brunner nur die Aussage bekomme, dass der Einsatz so geprüft wurde, also mit diesen 6,5 mm und das das so seine Richtigkeit hat und die Aufbauanleitung da eben falsche Angaben enthält.

Ich habe keine Ahnung, wie ich probeweise den Schlitz verengen soll.


Ich weiß nicht, was derjenige sich gedacht hat, der die Aufbauanleitung geschrieben hat, aber sehr wahrscheinlich dachte der ganz simpel:

Zitat:
In der normalen Version gehört der Spalt auf 8 mm eingestellt, also muss der Spalt beim Tunnel, da der ja 2 Spalte hat auf 4 mm reduziert werden, dann bleibt der Querschnitt erhalten.


Das das strömungstechnisch völliger Humbug ist, ist zumindest uns beiden klar. Aber auf welches Spaltmaß verenge ich nun meine beiden Spalte, damit durch diese die selbe Menge Luft strömt wie durch den 8 mm Spalt? Außerdem spielt die Länge des Spaltes auch eine erhebliche Rolle ( ca. 7 cm), zwar nicht so wie der Querschnitt, aber außer Acht gelassen darf sie dennoch nicht.

Ein weiteres Problem ist der Überbrand. In der normalen Version wird der Deckel der Isohaube halb geöffnet und zwar zu der Seite der Türe hin. Bei der Tunnelversion muss der dieser Deckel vollständig, also kreisrund geöffnet werden. Dies bedeutet aber eine vollständig andere Geometrie der Brenn- bzw. Nachbrennkammer. Dazu bin ich aber viel zu wenig mit der Theorie vertraut, als dass ich die verbrennungstechnische Konsequenz daraus abschätzen könnte.

Hier ein Bild der Iso Nachbrennkammer:

http://kominki-godzic.sklep2.pl/user/images/min/product_mid/ISO_Brennkammer1.jpg

Man kann das Loch für den Stutzen gut erkennen. Darin links der halb geöffnete Deckel und rechts ist noch der Trennsteg enthalten. Dieser muss bei der Tunnelversion auch noch entfernt werden. Die Folge ist wie gesagt eine komplett andere Geometrie der Nachbrennkammer.

Gruß
Oli
24.02.14, 09:07:33

Robert

(Senior Member)

geändert von: Robert - 24.02.14, 11:12:05

Hallo oli
Und zu all diesen Brunner-Ungereimtheiten kommt noch ein vom Ofenbauer nach freier Fantasie und ohne entsprechendes Wissen gebauter keramischer Zug. Beides -Brunnereinsatz und keramischer Zug- nehmen keine Rücksicht auf die Eigenschaften des vorhandenen Schornsteins.
Wenn Sie vorankommen wollen, bleibt m.E. nichts anderes übrig:
- als den physikalischen Prozess "Verbrennung" resp. dessen Produkte "Asche" und "Abgas" zu analysieren. Herr Kern hat Ihnen schon mal eine Messung durch den Schornsteinfeger vorgeschlagen. Das Resultat dieser Messung sollte die Abgasmenge und deren Zusammensetzung aufzeigen. Damit hätten Sie etwas in der Hand, um mit dem Ofenbauer (der ist Ihr Partner) zu verhandeln.
oder
- Sie versuchen empirisch schön der Reihe nach alle hier bereits eingebrachten technischen Veränderungen vorzunehmen und die Resultate -da Sie kaum in der Lage sind, Messungen vorzunehmen- zu beobachten. Das ist ein mühsamer Weg ohne eine Garantie für ein positives Resultat ....insbesondere dann, wenn ein grober Systemfehler vorliegen sollte.
oder / und
- Sie überdenken Ihre Erwartungshaltung: kann ein funktionierendes System die überhaupt erfüllen? Den Massstab für das Realistische können dazu "Schwesteranlagen" liefern. Da müsste Ihnen der Ofenbauer und / oder Brunner entsprechende Adressen liefern können.

Auf alle Fälle müssen Sie die gesamte Anlage bestehend aus Heizlast, Luftzufuhr in den Raum, Brunner-Einsatz, keramischer Zug und Schornstein betrachten. Wenn Sie einen Punkt nicht beachten, wird das nichts.

Ich fürchte, dass Sie von der Allianz Brunner / Ofenbauer ohne Fakten nicht all zu viel erwarten dürfen. Auch ein "neutraler" Experte wird kein Nestbeschmutzer sein wollen.

Ich fürchte, die Möglichkeiten des Forums sind ausgeschöpft.
Gruss Robert
24.02.14, 09:55:08

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 03.03.14, 01:15:56

Hallo,

Ich bin ganz neu hier im Forum, komme aus Niederlande und wohne in Belgien, also verzeiht mir bitte evt. rechtschreibefehler!
Ich habe versucht der User pyromanenoli einen PN zu schicken: ist aber nicht gelungen weil nicht erlaubt verwirt Wass mache ich falsch?
@Pyromanenoli: vielleicht kannsr du mir eine PN oder E-mail schreiben?

Gr Nederbelg
02.03.14, 23:41:12

Seeschwalbe

(Senior Member)

Guten Morgen, Nederbelg,

die Email-Funktion ist deaktiviert, man kann hier im Forum keine PN schreiben.

Gruß, Seeschwalbe
03.03.14, 08:21:12

pyromanenoli

(Senior Member)

Hi Nederbelg,

willst Du es nicht öffentlich sagen?
Du kannst aber auch gerne Deine Email posten, dann schreibe ich Dir!

Gruß
Oli
03.03.14, 17:06:46

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 03.03.14, 18:14:01

Hallo Pyromanenoli,

Ich habe deine ganze Story gelesen und meine Interessse war dann geweckt. In die Unterlagen von Brunner steht indertat 20/25% Strahlung über EINE Scheibe und 30% über ZWEI Scheiben verwirt Wenn mann aber ein Bischen nachdenkt könnte das ungefähr stimmen: ohne Rückwand wird viel weniger Strahlung durch das Fenster reflektiert. 2x 15% (statt 20%) ergibt 30%.
Dann habe ich noch ein Wenig gerechnet:
Durch die Doppelwandkonstruktion wird die Verbrennungsluft vorgewärmt. Wenn zB. 30m3/h luft sich erwärmt von 0C auf 200C würde das +/- 2KW Leistung aus die Seitenwände aufnehmen! (Ich habe keine Ahnung von die richtige Temperaturen, allso dies ist nur ansatzweise)Wenn aber durch Falsch eingestellte Luftleitbleche, zuviel Schornsteinzug, usw 60m3/h durch die Konstruktion fliest, kann mann verstehen dass nicht mehr viel Luftleistung übrig ist!! Hast du mahl gemessen wieviel Luft dein HKD verbraucht? Ist der Schamotte mit Kleber am Guß geklebt oder ist hier ein Luftspalt. ( das würde dann wieder weniger Luftleistung bedeuten) Wenn du mir einen Mail mit deine Telefonnummer schreiben würdest, würde ich dich gerne mahl anrufen!!!

Gr Nederbelg E-mail: ramon.coumans@telenet.be
03.03.14, 18:01:49

pyromanenoli

(Senior Member)

Hallo Nederbelg,

danke für Deine Antwort.

Zitat:
Wenn mann aber ein Bischen nachdenkt könnte das ungefähr stimmen: ohne Rückwand wird viel weniger Strahlung durch das Fenster reflektiert. 2x 15% (statt 20%) ergibt 30%.


Das würde bedeuten, dass die Schamotte 66% reflektieren müsste (15% Strahlung nach jeder Seite, bei der normalen HKD 2.2 Version also 15% direkte Strahlung und 2/3 von der 15% Strahlung Richtung Rückwand).

Im Umkehrschluss würde das aber auch bedeuten, dass der HKD 2.2 trotz einer um 50% größeren Mantelfläche als der HKD 2.2 Tunnel lediglich 5% mehr Warmluft produziert. Und gerade diese eine zusätzliche Seite ist einwandig und wird deshalb richtig heiß und das soll NUR 5% mehr in der Warmluftproduktion ausmachen? Das wage ich stark zu bezweifeln!

Zitat:
Wenn aber durch Falsch eingestellte Luftleitbleche, zuviel Schornsteinzug, usw 60m3/h durch die Konstruktion fliest, kann mann verstehen dass nicht mehr viel Luftleistung übrig ist!!


Naja, der Brunner-Servicetechniker hat die Einstellung der Luftleitbleche und den Schornsteinzug überprüft. Beides ist laut diesem korrekt! Im übrigen sind die Luftleitbleche auf das Minimum eingestellt. Weniger Verbrennungsluft geht nicht.

Zitat:
Hast du mahl gemessen wieviel Luft dein HKD verbraucht?


Nein, werde aber demnächst mal den Schornsteinfeger mit der Messung der Rauchgase beaufragen.

Zitat:
Ist der Schamotte mit Kleber am Guß geklebt oder ist hier ein Luftspalt.


Schamotte ist mit Mörtel eingeklebt.

Gruß
Oli

03.03.14, 21:28:25
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