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Seeschwalbe

(Senior Member)

Liebe Ofenfreunde, hab zwei praktische Fragen:

1. Welche Holzfeuchtigkeit ist zu empfehlen bzw. zu tolerieren?

2. Muß ich bei der Gewichtsangabe für das Brennholz die Holzart berücksichtigen?
D.h. ich habe den Eindruck, daß das (trockene) Bauholz (Kiefer) deutlich leichter ist als die Eiche oder Buche mit knapp 20 % Feuchte.
Wenn ich nun mit großem Weichholzanteil heize, soll ich dann das Gewicht verringern, oder spielt das keine Rolle?
Wir hatten den Eindruck, daß der Ofen mit 7 kg Kiefer heißer wurde als mit 7 kg Mischholz (mit kleinem Kieferanteil). Oder liegt das am höheren Wassergehalt und nicht an der Holzart?

LG, Seeschwalbe
16.11.12, 15:47:39

Moritz57

(Senior Member)

Hallo Seeschwalbe,

ich verschüre kein Holz das deutlich über 15% restfeuchte hat.
20% iges würd ich nicht in den Ofen geben.

Die Kilozahl würd ich beibehalten - Eiche und Buche vom spez. Gewicht her schwerer, d.h. du brauchst weniger Holz als bei Fichte oder Kiefer.
Dasselbe Gewicht bei Fichte oder Kiefer bringt etwas mehr Wärme als bei Buche oder Eiche.

mfg
Moritz 57
16.11.12, 17:44:19

Mäcki

(Senior Member)

Vorsicht nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!

20% Feuchte = 17% Wassergehalt, ist zum Verschüren ausreichend trocken;

15% Feuchte = 13% Wassergehalt, ist ist bei im Freien gelagerten Holz nicht zu erreichen, jedenfalls nicht im Herbst/Winter/Frühjahr.

Da sich der Energieinhalt (kWh) auf die Masse bezieht braucht man bei Hartholz nicht weniger Holz sondern das Volumen des Holzstapels im Ofen ist kleiner.

Zitat:
Wir hatten den Eindruck, daß der Ofen mit 7 kg Kiefer heißer wurde als mit 7 kg Mischholz (mit kleinem Kieferanteil). Oder liegt das am höheren Wassergehalt und nicht an der Holzart?
Das hängt nur von der Abbrandgeschwindigkeit ab und die ist bei Weichholz höher, da die Oberfläche (größeres Volumen) des Brennstoffes bei gleicher Masse größer ist.

Gruß, Mäcki
17.11.12, 13:10:44

Moritz57

(Senior Member)

Zitat von Mäcki:
Vorsicht nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!

20% Feuchte = 17% Wassergehalt, ist zum Verschüren ausreichend trocken;

15% Feuchte = 13% Wassergehalt, ist ist bei im Freien gelagerten Holz nicht zu erreichen, jedenfalls nicht im Herbst/Winter/Frühjahr.

Da sich der Energieinhalt (kWh) auf die Masse bezieht braucht man bei Hartholz nicht weniger Holz sondern das Volumen des Holzstapels im Ofen ist kleiner.

Zitat:
Wir hatten den Eindruck, daß der Ofen mit 7 kg Kiefer heißer wurde als mit 7 kg Mischholz (mit kleinem Kieferanteil). Oder liegt das am höheren Wassergehalt und nicht an der Holzart?
Das hängt nur von der Abbrandgeschwindigkeit ab und die ist bei Weichholz höher, da die Oberfläche (größeres Volumen) des Brennstoffes bei gleicher Masse größer ist.

Gruß, Mäcki
17.11.12, 14:38:30

Moritz57

(Senior Member)

Sorry,
ist wohl was schiefgelaufen.

Das meinte ich natürlich auch so, daß das Volumen kleiner wird.
Hab' mich bißchen dumm ausgedrückt
17.11.12, 14:40:09

willy

(Senior Member)

Seeschwalbe, deine Feststellung düfte darauf zurückzuführen sein, da Kieferholz einen Heizwert von 4.4 kWh hat, also ca. 10% mehr als Buchenholz.
Das liegt daran, da Weichholz einige Harzanteile hat.
Interessant ist, dass die meisten Leute der Meinung sind, dass Hartholz das bessere Brennmaterial ist. Wenn man aber die gleiche Menge an Weichholz nimmt, hat dies sogar einen geringen Vorteil.
17.11.12, 18:04:58

budi

(Senior Member)

Zitat von willy:
Seeschwalbe, deine Feststellung düfte darauf zurückzuführen sein, da Kieferholz einen Heizwert von 4.4 kWh hat, also ca. 10% mehr als Buchenholz.
Das liegt daran, da Weichholz einige Harzanteile hat.
Interessant ist, dass die meisten Leute der Meinung sind, dass Hartholz das bessere Brennmaterial ist. Wenn man aber die gleiche Menge an Weichholz nimmt, hat dies sogar einen geringen Vorteil.


Aber nur für echte Speicheröfen.

Energie sparen?
19.11.12, 09:31:56

willy

(Senior Member)

Hallo Budi, da hast du sicherlich recht. Ich bin davon ausgegangen, dass der Ersteller des Threads einen Speicherofen hat, weil 7 kg bei einem Abbrand etwa die Menge sind, die ich in meinem Grundofen verwende.
Ob sich der Heizwert (von Kiefer gegenüber Buche) bei meinem Grundofen tatsächlich bemerkbar macht, habe ich noch nicht einem Versuch unterzogen, da ich gefühlsmäßig die Menge bestimme.
Eines habe ich aber festgestellt, wenn ich die gleiche Menge (Kilo) an Holzbriketts verwende, dann wird der Ofen nicht so warm, wie zB bei Buche.
Ich hab das bei 2 Versuchen getestet und das Ergebnis hat mich überrascht, da ja die Holzbriketts "trockener" sind und einen höheren Heizwert haben sollten.
Das Feuer war auch nicht so schön, da die Flammen nicht so hoch waren.
Willy
19.11.12, 11:12:50

budi

(Senior Member)

Das war auch mehr als Hinweis gedacht, für spätere Leser...

Was die Holzbriketts betrifft, da scheint es deutlich Unterschiede zu geben. Eigentlich sollten ja alle das gleiche enthalten, nämlich ausschließlich Sägespänne, aber ich kann ebenfalls deutliche Unterschiede ausmachen, je nach dem aus welcher Quelle die Dinger kommen.


Energie sparen?
19.11.12, 12:55:35

Seeschwalbe

(Senior Member)

geändert von: Seeschwalbe - 19.11.12, 13:30:21

Zitat von willy:
Ich bin davon ausgegangen, dass der Ersteller des Threads einen Speicherofen hat ..


Genau, der wunderbare Ofen ist auch hier zu bewundern lachen
http://www.kachelofen-profis.de/kachelofen-forum/topic.php?id=1355&

Wir haben gemischtes Holz, Buche und Eiche, das bei frisch gespaltenen Stücken mit dem Holzfeuchtemeßgerät (2 Nadeln) ca. 20 % angezeigt hatte, z.T. auch knapp darüber.
Das Bauholz (Kiefer) ist staubtrocken.
Jetzt holen wir das Hartholz immer schon ein paar Tage ins Zimmer, bevor wir es verheizen.
Wenn es nach meinem Mann ginge, würde er nur das Kiefernholz heizen, macht mehr Spaß freuen
Wir haben derzeit einfach noch keinen langgelagerten Holzvorrat, weil wir ja erst dieses Jahr gebaut haben.

Wenn wir gemischtes Holz, also sehr trockenes Weichholz mit grenzwertig trockenem Hartholz verheizen, muß ich mir dann Sorgen machen um meinen Schornstein, oder gleichen sich dann die Wassermengen so aus, daß keine Versottungsgefahr besteht?

LG, Seeschwalbe
19.11.12, 13:23:23

Seeschwalbe

(Senior Member)

geändert von: Seeschwalbe - 19.11.12, 13:36:56

Zitat von Mäcki:

Das hängt nur von der Abbrandgeschwindigkeit ab und die ist bei Weichholz höher, da die Oberfläche (größeres Volumen) des Brennstoffes bei gleicher Masse größer ist.

Zitat von willy:
Interessant ist, dass die meisten Leute der Meinung sind, dass Hartholz das bessere Brennmaterial ist. Wenn man aber die gleiche Menge an Weichholz nimmt, hat dies sogar einen geringen Vorteil.


Dann würde ich jetzt daraus schließen, daß es eigentlich schlauer ist, mit Weichholz zu heizen? Richtig?
Das bekommt man vielleicht auch günstiger, weil das irgendwie keiner haben will (warum eigentlich nicht?).
Oder muß ich den Holzschuppen dann im Frühjahr doppelt so groß bauen? verwirt
19.11.12, 13:34:52

willy

(Senior Member)

Hallo Seeschwalbe, Hart- oder Weichholz, das hat wie alles 2 Seiten.
Das Hartholz sollte 2 Jahre gelagert sein, wobei beim Weichholz 1 Jahr genügt.
Buche hat trocken pro Raummeter ca. 550 kg, Weichholz 350 kg.
Je nach der benötigten Jahresmenge und den Vorrat für das nächste Jahr wird bei Weichholz halt mehr Platz benötigt. Das muss jeder für sich entscheiden.
Ich mache das so: Grundsätzlich verwende ich beide Arten von Holz, unten schlichte ich das Hartholz und zuoberst kommen 2 Weichholzprügel. Da ich von oben anzünde, geraten die oben geschlichteten Weichhölzer schneller in Brand, als zB die Buchenscheite. Die Weichhölzer knistern kräftig, das mag meine Frau so gerne.
Bei Weichholz wird der Stapel im Brennraum wesentlich höher. Da kommt es halt darauf an, wie groß der ist.
Richtig oder falsch gibt es nicht.
Ich denke, jeder und auch du findet das Passende.
Willy
19.11.12, 15:24:21
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